«Kein Interesse», Blockieren und Melden: die Grenzleiter
Drei Stufen für drei Situationen. Welche wann, was jede kostet, und was nach einer Meldung passiert.
Geprüft am
Nicht alles Unangenehme ist Missbrauch, und Missbrauch löst sich nicht durch Wegsehen. Deshalb gibt es drei Stufen, und die richtige zu wählen zählt.
1. «Kein Interesse» — ein Gespräch schließen
Im Chat. Die andere Person sieht es, mehr nicht, und du kannst es zurücknehmen. Die klare, anständige Art, Nein zu sagen.
Details unter Chat-Anfragen und «kein Interesse».
2. Blockieren — einander nicht mehr sehen
Aus dem Profil: «Blockieren»:
Ihr werdet einander nicht mehr sehen. Du kannst es jederzeit rückgängig machen.
- Umkehrbar mit «Entsperren».
- Die andere Person erhält keinen Hinweis.
- Es ruft keine Moderation.
- Es hat Reputationskosten für die blockierte Person.
Die Stufe für «das führt zu nichts und ich will keinen Kontakt mehr». Es muss nichts Schlimmes passiert sein.
3. Notfall-Blockierung — bei Missbrauch oder Gefahr
Am selben Ort: «⚠️ Notfall-Blockierung»:
Nur bei echtem Missbrauch oder echter Gefahr: es wird protokolliert und die Moderation informiert.
- Blockiert genauso, eröffnet aber einen Fall.
- Die Reputationskosten für die andere Person sind deutlich höher.
- Blockieren mehrere verschiedene Personen dasselbe Konto in kurzer Zeit im Notfallmodus, greift eine automatische vorsorgliche Sperre und der Fall geht in menschliche Prüfung.
Dieser Mechanismus existiert, weil ein einzelnes Opfer leicht abzutun ist; ein Muster nicht.
Missbrauch melden
Die Meldung erzählt, was passiert ist. Aus Profil oder Gespräch: «Missbrauch melden», mit Grund:
- Druck auf meine Grenzen
- Beharren auf Kontakt außerhalb der Plattform
- Drohungen oder Einschüchterung
- Nicht einvernehmliche Inhalte
- Missbrauch seiner Position (Dom/Herr)
- Identitätsdiebstahl
- Verdacht auf minderjährige Person
- Sonstiges
Du kannst eine Beschreibung ergänzen. Und optional der Moderation Zugriff auf euer Gespräch geben, mit Wahl des Zeitraums: alles, letzte 30 Tage oder letzte 7.
Nur das Moderationsteam kann die Nachrichten des von dir gewählten Zeitraums lesen, um den Fall zu prüfen. Der Rest bleibt verschlüsselt.
Zum Beilegen musst du die Verschlüsselung entsperrt haben.
Was danach passiert
Das Moderationsteam prüft und antwortet dir: du erhältst den Hinweis Meldung gelöst. Maßnahmen reichen von der Verwarnung über zeitweise Sperre bis zum endgültigen Ausschluss, dem Fall angemessen.
Melden ist kein Petzen. So korrigiert sich das System — und auf einer Plattform, auf der Menschen echte Kontrolle abgeben, kostet Schweigen weit mehr als Sprechen.
Häufige Fragen
Erfährt die Person, dass ich sie blockiert habe?
Nein. Ihr seht einander schlicht nicht mehr. Es gibt weder Hinweis noch Nachricht.
Ist die Meldung anonym?
Sie ist anonym gegenüber der gemeldeten Person: sie erfährt nicht, wer gemeldet hat. Das Moderationsteam muss es wissen, um den Fall zu bearbeiten und dir zu antworten.
Muss ich Zugriff auf mein Gespräch geben?
Nein, das ist freiwillig. Wenn doch, wählst du den Zeitraum: alles, letzte 30 Tage oder letzte 7. Nur die Moderation liest diesen Bereich; der Rest bleibt verschlüsselt.
Und wenn ich die Notfall-Blockierung falsch nutze?
Nutze sie, wenn du echten Missbrauch oder Gefahr vermutest; für alles andere gibt es die normale Blockierung, die umkehrbar ist und keine Moderation ruft. Die Notfallvariante wird protokolliert und hat ernste Folgen.
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